Die Füchse

Wir kümmern uns auf Gut Weidensee um die Füchsin Halla und die beiden, in Pension bei uns lebenden Füchse Onni und Vale. Bis Oktober 2018 lebten auch Polarfüchsin Lumi, bis Juli 2021 Silberfuchs Arvo und bis Februar 2022 Polarfuchs Talvi bei uns. 
 

In den Pelzfarmen vegetieren die Tiere in Käfigen, die häufig so klein sind, dass sie sich darin lediglich einmal um die eigene Achse drehen können. Durch die Enge und Monotonie entwickeln viele Füchse Verhaltensstörungen, reißen sich das Fell aus oder laufen permanent im Kreis. Das dauerhafte Stehen auf den Gittern, die sich in die empfindlichen Pfoten der Tiere drücken, führt zu schmerzhaften Veränderungen an den Gelenken. Da auch das Wachstum hormonell beeinflusst wird, kann dies außerdem zu Organschäden führen. Nach einem trostlosen "Leben" erwartet die Tiere ein oft qualvoller Tod. Füchse werden meistens durch Elektro-Schock getötet. Sie verbrennen dabei innerlich, damit der Pelz nicht beschädigt wird. Bis zu 7 Sekunden kann es dauern, bis der Tod dabei eintritt.
 

Auf Gut Weidensee möchten wir Halla & ihren Freunden - stellvertretend für all die anderen Tiere - die für die Pelzindustrie leiden und sterben müssen -  im Rahmen unserer Möglichkeiten ein sicheres und glückliches Leben ermöglichen. Füchse sind bekanntlich Wildtiere, die in Gefangenschaft wohl nie ein zu 100 % artgerechtes Leben führen können. In der Natur verfügen sie über große Streifgebiete von mehreren hundert (teilweise bis zu 2000) Hektar. Allerdings sind Halla, Talvi († 2022), Arvo († 2021) & Lumi († 2018) in kleinen Käfigen geboren und aufgewachsen und durch die Fehlstellungen ihrer Pfoten nicht mehr fähig, in der Wildnis zu überleben. Bei uns steht ihnen ein großzügiges, eingezäuntes Gelände zur Verfügung, das ein Innengehege mit abtrennbaren Bereichen, Rückzugs- und Liegemöglichkeiten und ein großes Außengehege mit Möglichkeiten zum Klettern, Verstecken, Rennen und Graben bietet.


Wer Lumi, Arvo & Talvi kannte und nun Halla sieht, kann sich kaum vorstellen, dass diese wunderbaren Tiere für Mode getötet werden sollten. Bitte tragen Sie keinen Pelz und sensibilisieren Sie auch Ihren Freundes- und Bekanntenkreis für dieses Thema!

 

 

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Halla († Juli 2022)

Halla (finnisch: "Frost").

Die kleine Füchsin Halla hat das Licht der Welt in einem Käfig erblickt. Nun streift sie gemeinsam mit Talvi durch tiefes Schneegestöber umher und blickt mit ihm gemeinsam auf uns hinunter.

Als sie zum ersten Mal die Augen öffnete, sah sie nur Gitterstäbe und ihre kleinen, zarten Pfötchen spürten nichts außer einen Käfig unter sich. Um sie herum erblickten sie die Augen von vielen anderen Füchsen, die das gleiche Leid erfahren wie Halla. Sie und alle anderen wurden geboren, um zu sterben…

Doch liebe Menschen kamen und konnten zumindest sie und zwei ihrer Freunde retten. So fand die kleine Füchsin, die eine Mischform durch die Zucht auf den Pelzfarmen (vermutlich Polar- und einer Form des Rotfuchses) ist, den Weg zu uns nach Gut Weidensee. Der Name Halla ist finnisch und bedeutet “der Frost”. Sie führte mit ihrem Namen eine ganz besondere Namenslinie fort, denn auch Talvi († 2022), Arvo († 2021) und Lumi († 2018) sind finnisch.

Sie durfte bei uns auf dem Lebenshof ihr Leben genießen und einfach nur Fuchs sein. Fernab der Pelzindustrie konnte sie sein, wie sie es sich wünscht und gemeinsam mit den anderen Füchsen herumtollen, sich ausprobieren und leben ohne Angst zu haben. Sie hatte sich schnell eingelebt und ist schnell neugierig, aufgeweckt und selbstbewusster geworden. Doch leider war dir dieses Glück nur knapp ein Jahr vergönnt und unsere Trauer ist kaum in Worte zu fassen. 

Halla, wir werden Dich niemals vergessen, Du trägst für immer einen sicheren Platz in unseren Herzen und auf Gut Weidensee!

Leb’ wohl, geliebte Halla! 
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Talvi ( Februar 2022)

Talvi (finnisch: "Winter") war ein Polarfuchs.

Unser kleines Eisbärbaby Talvi, verließ uns ganz plötzlich und viel zu früh. Es ging so schnell und wir haben alles versucht um dich zu retten. Doch leider haben wir den Kampf um dein Leben verloren und du befindest dich nun an der Seite deiner Freundin Mascha (
† Februar 2022), die so kurz vor dir den Weg über die Regenbogenbrücke ging, und deinem Freund Arvo.

Der kleine Polarfuchs Talvi wurde im Herbst 2019 von Tierrechtsaktivisten aus einer polnischen Pelzfarm befreit und anschließend direkt zu uns auf den Lebenshof Gut Weidensee gebracht. Hier durfte er 2,5 Jahre in Sicherheit und Seite an Seite von seinen Artgenossen leben. 


Talvi war bei seiner damaligen Ankunft erst wenige Wochen alt, und dennoch war sein Körper bereits durch das Aufwachsen in einem kleinen Käfig mit Blessuren gezeichnet. Da er seit Beginn seiner Geburt nur auf Gitterstäben laufen und sitzen konnte, waren seine kleinen Pfötchen bereits deformiert.
 
Er hatte sich schnell und gut auf dem Hof eingelebt und sich sogar mit unserem älteren Fuchs Arvo angefreundet. Die beiden freuten sich ihres Lebens in Freiheit, sprangen und rannten durch das große Außengehege und waren glücklich.
Talvi war ein aufgewecktes und neugieriges Kerlchen, das auch gerne mal den kleinen Besen beim Säubern der Gehege klaute und damit stolz umherumlief.


Für die vielen unvergleichlich schönen Momente, die wir mit Talvi haben durften, sind wir sehr dankbar. Wir haben dich neben deiner Freundin Mascha und deinem Freund Arvo beerdigt, nun streifst du gemeinsam mit ihnen durch die Weiten Eurer Heimat, in Frieden und Sicherheit, durch Eis und Schneegestöber... 
Wir vermissen dich wirklich zutiefst und du wirst immer in unseren Herzen bleiben. 
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Arvo ( Juli 2021)

Arvo (finnisch: "Wert", "Würde") war ein sogenannter Silberfuchs.

Arvo... 

wir fanden dich morgens eingerollt auf deinem Lieblingsplatz, völlig unerwartet und ohne Anzeichen einer Krankheit hat dein kleines Herz im Schlaf einfach aufgehört zu schlagen und du hast dich auf die Reise zu deiner Freundin Lumi gemacht... friedlich und ganz leise bist du von uns gegangen, fassungslos und traurig bleiben wir zurück…
 
Wir erinnern uns an den Tag im Oktober 2014, als Du und Lumi auf Weidensee angekommen seid… verängstigt, traumatisiert und körperlich am Ende! Eure kleinen Füße waren wund vom Laufen auf den Gitterstäben. Kurz vor der jährlichen „Pelzernte“ seid ihr der Hölle der blutigen Pelzindustrie gerade rechtzeitig entkommen und in einer Welt gelandet, in der ihr für den Rest eures Lebens in Sicherheit und Frieden leben konntet. Eure ersten vorsichtigen Schritte in Freiheit werden wir nie vergessen, sie haben uns zu Tränen gerührt.

Du und Lumi seid Botschafter für alle eure Freunde, die es nicht geschafft haben, den Qualen einer Pelzfarm zu entkommen. Ihr habt im Laufe eures Lebens bei uns auf Weidensee vielen Menschen von dem Schicksal erzählt, welches für Millionen eurer Artgenossen vorbestimmt ist.


Wir sind unendlich dankbar für die Zeit und die vielen schönen Momente, die wir mit dir haben durften. Wir haben dich neben deiner Freundin Lumi beerdigt, nun bist du frei und streifst mit ihr gemeinsam durch die Weiten Eurer Heimat, durch Eis und Schneegestöber , in Frieden und Sicherheit… ein Teil von euch beiden bleibt für immer in unseren Herzen!

Wir vermissen dich sehr und du wirst immer in unseren Herzen bleiben. 
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Lumi ( Oktober 2018)

Lumi (finnisch: "Schnee") war ein Polarfuchs.
 
Nachdem du nun so schnell gegangen bist und uns keine Zeit gelassen hast uns darauf einzustellen, merken wir, welchen Verlust wir zu beklagen haben. Du warst etwas ganz Besonderes, nicht nur dein Wesen und deine Schönheit haben uns und andere Menschen begeistert, nein, du warst eine Botschafterin für Liebe und Mitgefühl! Du standest und stehst für millionenfach gepeinigte Seelen durch die Pelzindustrie. Durch dich wurden viele Menschen zum Nachdenken angeregt.

Lumi hatte durch das permanente Stehen auf den Gittern erhebliche Fehlstellungen entwickelt. Am Anfang hatte sie kaum Kraft, um auf ihr  Hüttchen zu springen. Dies war nach einiger Zeit durch liebevolle Pflege wieder möglich. 

Auch wenn sie relativ viel Vertrauen in uns hatte, war ihr Verhalten eher vorsichtig und zurückhaltend. Als Polarfüchsin trug sie im Sommer ein graues Fell und wirkte ganz klein und zierlich. Im Winter hingegen war sie eine dicke, weiße Pelzkugel.


Danke Lumi, für all die schönen Stunden, die begeisterten Gesichter der Menschen die dich gesehen haben und dein zartes Bellen in der Dunkelheit. Durch dich und Arvo hat sich unsere Tierschutzarbeit manifestiert, im Kampf gegen die Pelzindustrie und wir können dir versprechen, dass dein Platz nicht unbesetzt bleibt. Irgendwo da draußen wird es ein Seelchen geben, das hier Liebe und Frieden finden wird...