Die Füchse

Wir kümmern uns auf Gut Weidensee um Silberfuchs Arvo und um Polarfuch Talvi. Bis Oktober 2018 war auch Polarfüchsin Lumi bei uns. Beide wurden von der Organisation "Animals' Liberty" im Herbst 2014 aus einer europäischen Pelzfarm gerettet.
 

In den Pelzfarmen vegetieren die Tiere in Käfigen, die häufig so klein sind, dass sie sich darin lediglich einmal um die eigene Achse drehen können. Durch die Enge und Monotonie entwickeln viele Füchse Verhaltensstörungen, reißen sich das Fell aus oder laufen permanent im Kreis. Das dauerhafte Stehen auf den Gittern, die sich in die empfindlichen Pfoten der Tiere drücken, führt zu schmerzhaften Veränderungen an den Gelenken. Da auch das Wachstum hormonell beeinflusst wird, kann dies außerdem zu Organschäden führen. Nach einem trostlosen "Leben" erwartet die Tiere ein oft qualvoller Tod. Füchse werden meistens durch Elektro-Schock getötet. Sie verbrennen dabei innerlich, damit der Pelz nicht beschädigt wird. Bis zu 7 Sekunden kann es dauern, bis der Tod dabei eintritt.
 

Auf Gut Weidensee möchten wir Talvi & Arvo - stellvertretend für all die anderen Tiere - die für die Pelzindustrie leiden und sterben müssen -  im Rahmen unserer Möglichkeiten ein sicheres und glückliches Leben ermöglichen. Füchse sind bekanntlich Wildtiere, die in Gefangenschaft wohl nie ein zu 100% artgerechtes Leben führen können. In der Natur verfügen sie über große Streifgebiete von mehreren hundert (teilweise bis zu 2000) Hektar. Allerdings sind Lumi & Arvo in kleinen Käfigen geboren und aufgewachsen und durch die Fehlstellungen ihrer Pfoten nicht mehr fähig, in der Wildnis zu überleben. Sie leben derzeit in einem Innengehege mit abtrennbaren Bereichen, haben Rückzugs- und Liegemöglichkeiten.


Wer Lumi kannte, Arvo & Talvi sieht, kann sich kaum vorstellen, dass diese wunderbaren Tiere für Mode getötet werden sollten. Bitte tragen Sie keinen Pelz und sensibilisieren sie auch ihren Freundes- und Bekanntenkreis für dieses Thema!

 

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Talvi

Der kleine Polarfuchs Talvi wurde im Herbst 2019 von Tierrechtler*innen auf einer polnischen Pelzfarm befreit und anschließend direkt zu uns auf den Lebenshof Gut Weidensee gebracht.
Talvi war bei seiner Ankunft erst wenige Wochen alt, und dennoch war sein Körper bereits durch das Aufwachsen in einem kleinen Käfig durch  Blessuren gezeichnet. Da er seit Beginn seiner Geburt nur auf Gitterstäben laufen und sitzen konnte, waren seine kleinen Pfötchen bereits deformiert.
 
Talvi hat sich inzwischen gut auf dem Hof eingelebt und sich sogar mit unserem älteren Fuchs Arvo angefreundet. Die beiden freuen sich ihres Lebens in Freiheit und springen und rennen durch das neu erbaute Aussengehege. 
Talvi ist ein aufgewecktes und neugieriges Kerlchen, das auch gerne mal den kleinen Besen beim Säubern der Gehege klaut und damit stolz umherläuft. 



 
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Arvo

Arvo (finnisch: "Wert", "Würde") ist ein sogenannter Silberfuchs.

Arvo konnte im Herbst 2014, kurz vor der sogennanten "Pelzernte"- gemeinsam mit Lumi - von der Organisation "Animals' Liberty" aus einer europäischen Pelzfarm gerettet werden. 

 
Auch Arvo's Pfoten waren bei seiner Ankunft auf Gut Weidensee stark deformiert. Mittlerweile hat sich diese Fehlstellung verbessert, vollkommen verschwinden werden die Spuren, die durch das Leben auf der Pelzfarm entstanden sind, jedoch nie. 

Arvo ist sehr intelligent und unglaublich neugierig.



 
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Lumi ( Oktober 2018)

Lumi (finnisch: "Schnee") war ein Polarfuchs.
 
Nachdem du nun so schnell gegangen bist und uns keine Zeit gelassen hast uns darauf einzustellen, merken wir, welchen Verlust wir zu beklagen haben. Du warst etwas ganz Besonderes, nicht nur dein Wesen und deine Schönheit haben uns und andere Menschen begeistert, nein, du warst eine Botschafterin für Liebe und Mitgefühl! Du standest und stehst für millionenfach gepeinigte Seelen durch die Pelzindustrie. Durch dich wurden viele Menschen zum Nachdenken angeregt.

Lumi hatte durch das permanente Stehen auf den Gittern erhebliche Fehlstellungen entwickelt. Am Anfang hatte sie kaum Kraft, um auf ihr  Hüttchen zu springen. Dies war nach einiger Zeit durch liebevolle Pflege wieder möglich. 

Auch wenn sie relativ viel Vertrauen in uns hatte, war ihr Verhalten eher vorsichtig und zurückhaltend. Als Polarfüchsin trug sie im Sommer ein graues Fell und wirkte ganz klein und zierlich. Im Winter hingegen war sie eine dicke, weiße Pelzkugel.
Danke Lumi, für all die schönen Stunden, die begeisterten Gesichter der Menschen die dich gesehen haben und dein zartes Bellen in der Dunkelheit. Durch dich und Arvo hat sich unsere Tierschutzarbeit manifestiert, im Kampf gegen die Pelzindustrie und wir können dir versprechen, dass dein Platz nicht unbesetzt bleibt. Irgendwo da draußen wird es ein Seelchen geben, das hier Liebe und Frieden finden wird...
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